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Rückblick auf den ersten Mitgliederabend

Große Resonanz auf den ersten Mitgliederabend des Vereins „Friends of Geriatronics“

Am 08.02.19 fand der erste Mitgliederabend der Freunde der Geriatronik im vollen Meetingraum des TUM Forschungszentrums Geriatronik mit fast 50 Teilnehmern statt. Nach einer Begrüßung durch den ersten Präsidenten Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang Heckl folgte ein Vortrag durch selbigen. In diesem wurden die Definition des Begriffes Geriatronik, die allgemeine Struktur des Vereins und dessen Ziele thematisiert. Geriatronik bezeichnet den Einsatz und die Kombination von Robotik, Mechatronik, und Informationstechnologie in der Geriatrie, Gerontologie und der medizinischen Versorgung.

In seinem Vortrag wurden die Ziele des Vereins vorgestellt:

  1. Informieren und Kommunizieren: Auch die junge Generation soll bei dieser Initiative durch Informationsveranstaltungen in den Schulen und durch aktive Teilnahme für die „Geriatronik“ und die technische Entwicklung sowie deren Zukunftschancen begeistert werden.
  2. Chancen für unsere Region nutzen: Die Geriatronik-Forschung ist eine einzigartige Chance für die Region und die Bürger von Garmisch-Partenkirchen sowie darüber hinaus. Wir wollen ein Netzwerk schaffen um diese Chancen zu nutzen. Außerdem wollen wir mit Skeptikern in Dialog treten, Berührungsängste nehmen und Erwartungen an die Geriatronik diskutieren.
  3. Fördern: Wir wollen sowohl die Forschung als auch Senioren und Pflegepersonal im Kontext der Geriatronik fördern: Dazu bieten wir als Verein ein starkes Netzwerk und packen auch gerne selbst mit an.

Des Weiteren ging Prof. Heckl auf eine oftmals falsche Interpretation der Grundidee des Forschungsbereichs Geriatronik ein. Er erwähnte explizit, dass es sich hierbei nicht um eine Technologie handelt, die als Ersatz für soziale Interaktion und Pflege durch Menschen gelten soll. Vielmehr sollen Roboterassistenten ältere Menschen dabei unterstützen, so lange wie möglich selbstständig und vor allem selbstbestimmt leben zu können. Es handelt sich nicht um eine Revolution, sondern eine Evolution der Pflege im heutigen Sinne. Pflegekräfte sollen in zeitraubenden Tätigkeitsbereichen unterstützt werden, um sich mehr der sozialen Interaktion widmen zu können.

Anschließend folgte ein Vortrag des stellvertretenden Präsidenten Prof. Dr.-Ing. Gerd Hirzinger und früheren Direktors des Instituts für Robotik und Mechatronik am Deutschen Luft und Raumfahrtzentrum (DLR). Dieser fasste die Entwicklungen der Robotik der letzten Jahrzehnte, bezogen auf die Arbeit des DLR, zusammen. Hierbei ging er explizit auf die geleistete Grundlagenforschung ein, welche nun die weiteren Entwicklungen der Geriatronik ermöglicht.

Zum Abschluss des gelungenen Abends folgte eine Führung durch die neuen Räumlichkeiten im Geriatronikzentrum und eine kurze Demonstration des Roboterarms „Panda“ durch den stellvertretenden Präsidenten Anton Reindl. Die Feinfühligkeit des Roboters ist die technologische Grundlage für die Geriatronik-Entwicklungen darstellt, da sie erstmals eine sichere Interaktion mit dem Menschen ermöglicht.

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